Radioprogramm fürs ganze LandZu Gast beim Deutschlandradio

Bei einem Besuch im Funkhaus des Deutschlandradios am Kölner Raderberggürtel blickten die Teilnehmer des JME 2016 hinter die Kulissen der großen Hörfunkanstalt. Sie besichtigten verschiedene Studios, waren live beim Sendebetrieb dabei und beteiligten sich sogar an einer Redaktionskonferenz.

Was das Deutschlandradio besonders macht? Die wichtigsten Fakten im Profil:

Das Deutschlandradio produziert rund um die Uhr drei verschiedene Programme. Der Slogan „Denken, Fühlen, Wissen“ zeigt die Vielfalt der Sender auf. Im herkömmlichen Deutschlandfunk steht die Information der Hörer im Vordergrund. Hier laufen täglich 240 Minuten Nachrichten, außerdem detaillierte Hintergrundberichte zu aktuell relevanten Themen. Das Deutschlandradio Kultur bringt in zahlreichen Magazinen Literatur, Theater, Philosophie und Musik ins Radio. Als Informationsprogramm für junge Leute komplettiert seit 2010 DRadio Wissen das Trio.

Anders als bei den regionalen Rundfunkanstalten wie dem WDR oder BR ist der Senderadius des Deutschlandradios nicht auf ein Gebiet begrenzt. Vielmehr ist der Anspruch, bundesweit Hörer mit dem Programm zu erreichen. Allerdings decken die UKW-Masten momentan nur 89 Prozent des anvisierten Bereichs ab. In einigen ländlichen Gebieten sind die Programme nur digital zu hören. Auf den Websites der drei Sender stehen Live-Streams zur Verfügung.

Er wurde 1962 in Köln gegründet und sendete zunächst nur auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik. Mit der Wiedervereinigung breitete sich der Senderaum auch auf die neuen Bundesländer aus. Als nationale Hörfunkanstalt besteht das Deutschlandradio seit 1994 mit Doppelsitz in Köln und Berlin. Der öffentlich-rechtlicher Sender wird aus den staatlichen Rundfunkgebühren finanziert.

Im Deutschlandfunk verliest ein professionell ausgebildetes Sprecherensemble die Nachrichten. Anders als bei anderen Rundfunkanstalten enthalten diese keine Originaltöne. Aussagen von Politikern oder anderen Personen des öffentlichen Lebens werden immer als Meinungen gekennzeichnet und in indirekter Rede wiedergegeben. Formulierungen wie „sagte XY im Deutschlandfunk“ wahren die Neutralität der Berichterstattung. Bei der Auswahl der Themen spielt der Bezug zu Deutschland eine große Rolle.

Das Funkhaus von Deutschlandradio Kultur sitzt im ehemaligen RIAS-Gebäude in Berlin. Aber auch am Kölner Standort werden Hörspiele für das Programm produziert. Zwei schallarme Studios bieten optimale akustische Bedingungen, um Stimmen und Geräusche aufzunehmen. Mit verschiedenen Bodenbelägen kann hier ein Gang durch den Schnee oder über knarzendes Holz simuliert werden. Nebenan im großen Kammermusiksaal findet ein ganzes Orchester Platz. Klassische Musiksendungen gehören ebenfalls in das Programm der Kultursparte.

Mit seinem innovativen Konzept richtet sich das DRadio Wissen besonders an ein jugendliches Publikum. Die Wortbeiträge des Programms sind aus dem Leben gegriffen und nehmen Stellung zu aktuellen Themen wie Pressefreiheit oder Sexismus, oft aus einem alternativen Blickwinkel. Als Podcasts stehen die besten Inhalte auch online zur Verfügung.

Pro Jahr bildet das Kölner Funkhaus zwei Mediengestalter für Bild und Ton aus. Eine Karriere beim Deutschlandradio ist aber auch über studentische Praktika und Volontariate möglich. Informationen zu Stellenangeboten sind ebenfalls auf www.deutschlandradio.de zu finden.

Lennart Bar
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